Der Haltepunkt muß gegen das höher liegende BW abgestützt werden. Da mir die einfachen Plastik-Mauerplatten für so eine große Stützmauer nicht zusagten und die optisch sehr schönen Hartschaum-Mauern für den geringen zur Verfügung stehenden Platz am Haltepunkt viel zu dick sind, mußte ich wohl "mauern".

Ich hatte im Internet ein System entdeckt, mit welchem man mittels Silikonformen daumennagel große Mauerstein-Segmente aus Gips gießen kann (Miniaturwelten). Damit lassen sich dann sehr individuelle Mauerkonstruktionen erstellen.

Mit Silikonform und Dentona-Gips ausgestattet ging es ans Werk. Zunächst werden die verschiedenen Mauersteinsegmente, Stützpfeiler und Abdecksteine gegossen:

Haltepunkt_Steine_giessen_01
 
Anschließend ausgeformt:
 
Haltepunkt_Steine_Ausformen
 
Das ging leichter als vermutet und fast ohne Bruch. Nur ein einziges langes dünnes Stück aus Abdecksteinen brach. Aber auch solche Bruchstücke lassen sich noch gut bei der Mauer verwenden, denn die Mauer sollte ja nicht akurat gerade und neuwertig aussehen, sondern sie sollte schon viele Jahre auf dem Buckel haben und daher auch stellenweise schon etwas beschädigt sein.

Dann kommt eine Fleißarbeit: das abschleifen/feilen von Graten damit die Ritzen zwischen den Bausteinchen nicht allzu groß werden. Rechts auf dem Bild sind mal einige der Stein-Segmente zusammen gelegt.
 
Haltepunkt_Steine_schleifen
 
Das geht aber auch recht fix. 2-3 Kreise übers flach auf dem Tisch liegenden Schleifpapier ziehen (auch alle Kanten des Steinchens) und mit der Feile in die Ecken. Dann eine Paßprobe mit dem daneben liegenden Steinchen machen.

Einige der Steinchen des allerersten Gießvorganges habe ich dann probeweise auf ein Stück Abfallholz geklebt, auch um daran einen Farbtest zu machen.
 
Haltepunkt_Steine_aufgeklebt_01
 
Die erste Serie der Steinchen hatte noch etliche Luftblasen und ist daher, da sowieso Ausschuß, für Probefärbungen bestens geeignet.
Ich hatte beim ersten mal den Gips wohl zu dick angerührt. Murphy hatte nämlich dafür gesorgt, daß gerade dann, als ich die Küchenwaage mal brauchte, die Batterie leer war.
Also mußte ich den Gips "nach Gefühl" anrühren. Und da konnte ich mir nicht vorstellen, daß so ein dünnflüssiges Süppchen überhaupt jemals fest wird. Also hatte ich noch "ein Löffelchen extra" von dem Gips reingehauen.
Naja, bei der zweiten Gießaktion habe ich den Gips dann ziemlich dünnflüssig angerührt und damit war das Ergebniss besser. Und es wurde tatsächlich richtig fest!

Danach konnte dann die Massenproduktion beginnen, denn die Stützmauer ist ja ziemlich groß und benötigte entsprechend viele Steinchen.
 
Haltepunkt_Steine_Massenproduktion
 
Nun ist erstmal genug Material vorhanden, so daß ich etwas herumprobieren konnte, wo ich welche Steine verbaue (incl. Decksteine und Wasserabflußsteine, Auswahl ist ja genug da) und wie ich die Stützen mache. Diese Stützpfeiler sollten nur wenig vorstehen (der geringen Tiefe des Segmentes geschuldet), also so wie auf dem Stydodur-Testmodell.
Aber mit dem Inhalt dieses Schälchens kommt man natürlich nicht sehr weit. Etliche weitere Schalten voll Mauersteinchen mußten noch gegossen werden.

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21.5.2016

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