Der Haltepunkt muß gegen das höher liegende BW abgestützt werden. Da mir die einfachen Plastik-Mauerplatten für so eine große Stützmauer nicht zusagten und die optisch sehr schönen Hartschaum-Mauern für den geringen zur Verfügung stehenden Platz am Haltepunkt viel zu dick sind, mußte ich wohl "mauern".
Ich hatte im Internet ein System entdeckt, mit welchem man mittels Silikonformen daumennagel große Mauerstein-Segmente aus Gips gießen kann (Miniaturwelten). Damit lassen sich dann sehr individuelle Mauerkonstruktionen erstellen.
Mit Silikonform und Dentona-Gips ausgestattet ging es ans Werk. Zunächst werden die verschiedenen Mauersteinsegmente, Stützpfeiler und Abdecksteine gegossen:
Dann kommt eine Fleißarbeit: das abschleifen/feilen von Graten damit die Ritzen zwischen den Bausteinchen nicht allzu groß werden. Rechts auf dem Bild sind mal einige der Stein-Segmente zusammen gelegt.
Einige der Steinchen des allerersten Gießvorganges habe ich dann probeweise auf ein Stück Abfallholz geklebt, auch um daran einen Farbtest zu machen.
Ich hatte beim ersten mal den Gips wohl zu dick angerührt. Murphy hatte nämlich dafür gesorgt, daß gerade dann, als ich die Küchenwaage mal brauchte, die Batterie leer war.
Also mußte ich den Gips "nach Gefühl" anrühren. Und da konnte ich mir nicht vorstellen, daß so ein dünnflüssiges Süppchen überhaupt jemals fest wird. Also hatte ich noch "ein Löffelchen extra" von dem Gips reingehauen.
Naja, bei der zweiten Gießaktion habe ich den Gips dann ziemlich dünnflüssig angerührt und damit war das Ergebniss besser. Und es wurde tatsächlich richtig fest!
Danach konnte dann die Massenproduktion beginnen, denn die Stützmauer ist ja ziemlich groß und benötigte entsprechend viele Steinchen.